Voller Vorfreude stehen die 43 Inlineskater des
Familienlaufes am Start. Hans-Joachim Jakobs skatet zusammen mit seiner
vierjährigen Tochter Anna Lena, die in diesem Lauf die Jüngste ist. „Sie hat mit
dem Inlineskaten vor zwei Monaten angefangen“, sagt der 40-jährige Vater, „ich
habe mit ihr im Hof trainiert.“ Heute steht das kleine Mädchen mit den blonden
Locken schon ganz sicher auf ihren Inlineskates und wartet auf den Startpfiff,
um losfahren zu können.
Der Familienlauf ist eines von 13 Rennen des Inlineskate-Wettkampfs „Inline
in Colonia“. Am Sonntagvormittag konnten sich Kinder in verschiedenen
Altersklassen messen, und nachmittags schnallten sich die Erwachsenen die
Inlineskates an die Füße.
Start und Ziel liegen am Fühlinger See neben der Regattabahn. „Hier fährt
keine Straßenbahn, und man kann Straßensperren für die Rennstrecke durchführen.
Außerdem gibt es genügend Parkplätze“, lobt Organisator Bernd Kramer vom
Inlineskate-Verein „Kölner Roll-Möpse“ die Örtlichkeit. Außer den rund 400
Teilnehmern sind bei dem schlechten Wetter nur einige Verwandte und Freunde
gekommen. Renate Weyers ist aus Aachen hergefahren, um ihren Inlineskate-Verein
zu sehen. Gerne wäre die Hobby-Skaterin auch selber bei einem Rennen
mitgelaufen, aber wegen ihrer Rückenschmerzen musste sie passen. „Wenn ich
selber nicht fahren kann, feuere ich wenigstens an“, sagt sie.
Der Regen hat nicht nur Zuschauer abgeschreckt, sondern erhöht auch das
Unfallrisiko für die Inlineskater. Auf den nassen Straßen rutscht man leicht
aus, besonders bei hoher Geschwindigkeit. Doch zum Glück ist nichts wirklich
Schlimmes passiert. „Es gab nur ein paar Prellungen und Schürfwunden, aber keine
Knochenbrüche“, sagt Kramer erleichtert.
Hans-Joachim Jakobs und seine Tochter Anna Lena sind ohne Sturz ins Ziel
gekommen. Eine Platzierung gab es bei dem Familienlauf nicht, damit sich keiner
als Verlierer fühlt. Alle bekommen eine Medaille und eine Urkunde. Anna Lena
hält ihre Medaille freudestrahlend hoch, als ihre Mama ein Foto macht. Alexandra
Jakobs ist stolz auf ihre Tochter: „Ich finde das total klasse, dass sie sich
das getraut hat.“ Sie selber würde das nämlich nicht . . .