Red Bull Tag

BONMOTS: Menschen im Bergischen /
RED BULL FLUGTAG
Fliegende Narrenkappe
M it einer überdimensionalen Narrenkappe haben die "Kappenbirds" aus Bergisch Gladbach beim 6. Red Bull Flugtag am Fühlinger See in Köln gewonnen. "Vor dem Start war ich aufgeregt, aber als wir angerollt sind war es vorbei", sagt Pilot Oliver Saltzmann. 14,7 Meter segelte der 19-jährige Flugscheinbesitzer mit dem sechs Meter langen, acht Meter breiten und dreieinhalb Meter hohen Fluggerät, das er mit seinen Freunden Michael Neugebauer (18), Daniel Heßler (18), Louis Büscher (18) und Bruno Lachmann (19) von der Katholischen Jungen Gemeinde Moitzfeld gebaut hat. Drei Monate Arbeitszeit und 300 Euro Materialkosten haben die Bergisch Gladbacher in ihr Fluggerät gesteckt. Jury und Publikum überzeugte neben der Weite und Landung auch noch die Kreativität der Bergisch Gladbacher, die wie ein Karnevalszug auf die Abflugrampe zogen. "Es war ein riesen Spaß, einfach eine einzige Fete", so Saltzmann. Von ihrer fliegenden Narrenkappe ist nach der Wasserlandung aber nicht mehr viel übrig geblieben. "Nur aus dem Flügel haben wir uns ein Stück rausgeschnitten - als Trophäe", sagt Saltzmann. "Aber wenn wir einen Sponsor finden, würden wir sie gerne wieder aufbauen und beim nächsten Karnevalszug mitgehen". Jetzt wird allerdings erstmal der Preis eingelöst: am 7. Oktober geht es zum Red Bull Air Race nach San Francisco - natürlich mit einem richtigen Flugzeug. (fig)

Wenn Kölsch-Gläser fliegen
Rund 100 000 Besucher beim kuriosen
Flugtag am Fühlinger See
Die "Kappenbirds" aus Bergisch Gladbach siegten mit einer selbstgebauten Narrenkappe.
VON EVA JANINA RULLMANN
Es waren tollkühne Piloten, die sich in ihren selbstgebauten Fluggeräten von einer sechs Meter hohen Rampe in die Tiefe stürzten: mit grünem Drachen, Kölsch-Kranz, Sombrero-Hut oder fliegender Untertasse. Mit einem Leuchtturm, einer Frisbee-Scheibe oder einem "Airbull A 380". Die Truppe "Wir sind Papst" versuchte ihr Glück sogar mit einer Kirche - der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Rund 100 000 Besucher verfolgten am Sonntag bei herrlichem Sonnenwetter das kuriose Spektakel am Fühlinger See, den 6. Red Bull Flugtag.
40 Teams aus ganz Deutschland hatten sich unter insgesamt 650 Bewerbern durchgesetzt. "Die Stimmung ist einfach unglaublich hier. Wenn man oben auf der Rampe steht und Tausende jubeln einem zu, dass ist unbeschreiblich", so Peter Schleicher (23) von den "Los Flyos Sombrerossos.
Doch nicht nur auf die Weite kam es bei dem Wettbewerb an. Genauso wichtig waren die Performance und der Zuschauerapplaus. Das Team "Kappenbirds" aus Bergisch Galdbach, das mit seiner Narrenkappe immerhin knapp 15 Meter weit flog, konnte die prominente Jury, unter ihnen Schauspieler Ralf Richter, Sänger Smudo (Fanta Vier) und MTV-Moderator Patrice, überzeugen.
Die Polizei sprach von einem "absoluten friedlichen" Verlauf. Nur zwischen 12 und 13 Uhr mussten die Autobahnausfahrt Niehl und die Industriestraße wegen zu viel Verkehr gesperrt werden.
"Big Calli" nannten die Troisdorfer "Omega Kallenkiller" ihren fliegenden Kölschkranz - die Zuschauer waren begeistert.
Der Flugsaurier "Dinoraider" gehörte zu den flugtauglicheren Geräten: Pilot Tobias aus Erlangen schaffte immerhin mehr als zehn Meter.
Einen "Airbull A 380" baute das Team um Pilot Dennis Rohlfs aus Groß-Schwülper: 270 Arbeitsstunden für 7,5 Meter Spannweite. Der Clou: Die Maschine hat eine eingebaute Notrutsche.
Sehen und gesehen werden: Rund um den Fühlinger See entspannten sich Jung und Alt bei traumhaftem Sonnenwetter und trotz Badeverbot.
Heimspiel: Die "Pirates of the Sky" um Pilot Rainer Macherey bauten ihr Luftschiff "Black Pearl" im Kölner Norden.
Absturz programmiert: "Die Leuchtturmwärter" aus Bremerhaven hatten mit ihrem Papprollen-Leuchtturm eine eher harte Landung.

Ansturm zum Red-Bull-Flugtag
Die Polizei rechnet während des "Red-Bull-Flugtags" am Sonntag rund um den Fühlinger See mit erheblichen Verkehrsbehinderungen. "Wir gehen davon aus, dass weit über 100 000 Besucher die Veranstaltung besuchen werden", so Polizeisprecher Bernd Kalkum. Die Zuschauer sollten deshalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Kölner Norden fahren. Kalkum: "Die Parkplätze werden schnell überfüllt sein." Der Einlass beginnt um 10, die eigentliche Show um 11.30 Uhr. 40 Teams stürzen sich dabei in selbst- gebauten Fluggeräten von einer sechs Meter hohen Rampe in den See. Moderiert werden die Flugversuche von Guido Cantz. In der Jury sitzen unter anderem Kultschauspieler Ralf Richter und Hip-Hopper Smudo von den Fantastischen Vier. Der Eintritt ist frei. (lix)
www.redbullflugtag.de

Tollkühn in fliegenden Kisten
Jede Menge Höllenhunde in ihren fliegenden Kisten werden am Sonntag, 10. September, beim sechsten Red-Bull-Flugtag am Fühlinger See starten. Zum Sturz von einer sechs Meter hohen Rampe am Seeufer treten 40 Teams an, die sich qualifizieren konnten, darunter Hamburger Space Warriors mit "Terra Aero Fighter" und Kölner Lokalmatadore wie das Geißbock Team Leeve Junge "Geißbockpower", Pirates of the Sky mit "Black Pearl" und Departure Köln/Bonn mit "One Way". Insgesamt hatten sich mehr als 650 Möchtegern-Überflieger um einen Teilnahmeplatz beworben. Die Jury bewertet nicht nur Kreativität, Weite und Ausführung des Fluges bis zur feuchten Landung, sondern auch die optische Gestaltung der Flugobjekte. Das Spektakel beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. (kb)