Rock am Fühlinger See, 11.08.2002
| Fury spielt vor 10000
Fans am Fühlinger See
Wenn sie Entspannung und frische Luft braucht, spaziert Gertrud Thelen gern am Fühlinger See entlang. Auch am Samstag war die Rentnerin aus Seeberg gekommen, um gemütlich eine Runde zu gehen. Doch wo sonst allenfalls Badegäste und Entengeschnatter die idyllische Ruhe trüben, saß und stand eine Menge junger Menschen und lauschte einem „Krach, dem ein bisschen mehr Rhythmus gut tun würde“, so Gertrud Thelens Urteil. Unversehens war die Spaziergängerin mitten ins Kölner Rockfestival geraten. Der freie Eintritt hatte Tausende ans Ufer der Regattabahn gelockt. Bis in den Abend standen dort Rockbands wie Fury in the Slaughterhouse, Die Happy und Such-A-Surge auf der Bühne. Das überraschend gute Wetter sorgte für richtig gute Festivalstimmung, mal abgesehen von dem stellenweise arg aufgeweichten Boden. „Echt klasse hier“, so das Urteil der 17-jährigen Lisa Schneider aus Düsseldorf. „Das macht für mich ein Rockfestival aus. Abtanzen, abhängen, viele coole Leute und eine entspannte Stimmung.“ Hatten sich nachmittags rund 3000 Musikfans auf dem Gelände eingefunden, so spielten Fury in the Slaughterhouse am Abend nach Angaben der Veranstalter vor gut 10 000 Menschen. Doch nicht nur etablierte Bands ließen in diesen zehn Stunden das Wasser im See Wellen schlagen. Zwischendurch bekamen drei Nachwuchsbands die Gelegenheit, zum ersten Mal vor großem Publikum zu rocken. „Das sei das Konzept des Festivals, so Sprecherin Fiona Nordt. „Wir fördern den Nachwuchs, in dem wir ihn neben bekannten Namen auftreten lassen.“ Der Festival-Sponsor hatte für die Promis eigens eine Hochsitz-Stahlkonstruktion 13 Meter über die Bühne errichten lassen. Als Gastgeber fungierte dort Wölli, Ex-Drummer der Toten Hosen, und empfing neben den Bands Stars und Sternchen wie Gina Wild, Ralf Richter und Tobi Schlegl.
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